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Was ist „responsive Web-Design“ und braucht man es?

Alle Welt spricht vom responsive Web-Design. Aber was bedeutet das eigentlich?

Wir möchten im Folgenden einen kurzen Überblick geben. Dieser richtet sich als Orientierungshilfe an Webseitenbetreiber, weniger an Web-Designer.

Um sich der Frage zu nähern sind ein paar Zahlen hilfreich. Der Anteil der mobilen Internetnutzer ist in den letzten Jahren enorm gestiegen und in den kommenden Jahren wird sich dieser Aufwärtstrend fortsetzen. Das ist der zunehmenden Verbreitung von Smart-Phones und Tablets zu verdanken. Diese Entwicklung machte es notwendig, im Webdesign darauf zu reagieren und neue Techniken zu entwickeln.

Die Entwicklung der Hardware

Während bis vor ein paar Jahren 14″, 15″ und 17″ Bildschirme Standard waren, sind heute Bildschimgrößen von 22″ bis 27″ normal. Fast alle modernen TV-Geräte sind internetfähig, was die Größe und Auflösung nochmals steigert. Neben der Größe der Displays hat sich auch deren native Auflösung (=physikalische Pixelzahl) deutlich erhöht.

Zusätzlich zu den größer werdenden und höher auflösenden Displays der Stand- und Tischgeräte entwickeln sich die Smart-Phones und Tablets. Hier liegt die Besonderheit darin, dass die Bildschirme zwar relativ klein, die Auflösungen i.d.R. aber sehr hoch sind, Tendenz steigend.

Diese Entwicklungen stellte das Webdesign vor ganz neue Herausforderungen.

Die Entwicklung des Internetzugangs

Noch vor wenigen Jahren waren fast alle Internetzugänge Kabel gebunden und setzten einen Festnetzanschluss voraus. Parallel dazu entwickelte sich die Möglichkeit auch über Funk, d.h. über Handynetze zu surfen.

Bei beiden Verbindungsarten steigt die Bandbreite kontinuierlich, d.h. die Geschwindigkeit, mit der Daten übertragen werden. Das hat Auswirkung auf die Inhalte, denn heute ist es kein Problem mehr, auch datenlastige Informationen wie Grafiken, Sounds und ganze Filme auf das Smart-Phone zu laden.

Das statische Design

Über viele Jahre waren die Bildschirme der PC mit Internetverbindung nahezu gleich groß, sowohl was die Bildschirmdiagonale als auch die Auflösung betraf. Das führte zu einem statischen Design von Webseiten:

Internetseiten wurden ähnlich wie ein Druckstück gestaltet, mit der Idee, dass die darzustellenden Informationen ohne zu scrollen möglichst auf einen Bildschirm passen sollten.

Die Entwicklung des responsive Web-Design

Die Übersetzung vom englischen Begriff „responsive design“ lautet „reagierendes Design“ oder „bedarfsgesteuertes Design“. Die Grundidee dabei ist, dass sich das Design einer Internetseite automatisch an die Möglichkeiten des darstellenden Gerätesdisplays anpasst, immer unter der Prämisse, dass die Inhalte bestmöglich formatiert werden.

Das klassische statische Design kann das nicht leisten. Es hat ausgedient, denn was auf einem 15″ Bildschirm früher genau passte und gut aussah, verliert sich auf einem 27″ Bildschirm.

Gleiche veraltete Seiten auf einem Smart-Phone aufgerufen sind nahezu unleserlich oder sehr umständlich zu handhaben. Zwar können die Internetbrowser auf den Smart-Phones in den meisten Fällen eine solche Seite derart skalieren und verkleinern, dass sie dargestellt wird, aber lesbar ist diese dann nicht mehr. Die Folge ist umständliches und unübersichtliches Scrollen und Vergrößern. Textpassagen sind nahezu unlesbar.

Hier kommt das responsive Design in Spiel. Der Seitenaufbau erfolgt nicht starr, sondern die einzelnen Inhalte werden dynamisch umgesetzt. Am einfachsten lässt sich das verdeutlichen, wenn man sich eine Seite auf einem großen Bildschirm vorstellt, die in vier Spalten unterteilt ist. Auf einem großen Display ist genügend Platz für alle vier Spalten nebeneinander.

Die gleiche Seite auf einem einfachen Tablet mit geringerer Auflösung und geringerer physikalischer Größe. Statt die vier Spalten bis zur Unlesbarkeit zu verkleinern, werden sie neu formatiert:
Es entstehen zwei Reihen á zwei Spalten untereinander. Der jeweilige Spalteninhalt wird bei Bedarf in der Größe so angepasst, dass er nach wie vor gut lesbar ist.

Jetzt auf einem Smart-Phone. Hier ist für zwei Spalten nebeneinander nicht ausreichend Platz. Also werden alle vier Segmente untereinander aufgebaut. Aus der ehemals horizontalen Darstellung ist nun eine vertikale geworden.

Neue Sehgewohnheiten

Während man beim klassischen und statischen Webdesign bemüht war, Internetseiten so zu gestalten, dass alle Informationen ohne zu scrollen auf eine Bildschirmseite passten, verfolgt man heute andere Ziele. Wie oben beschrieben bauen sich Informationen im responsiven Design bei kleineren Geräten untereinander auf, so dass es zur Gewohnheit geworden ist, in vertikaler Richtung zu scrollen.

Diese Gewohnheit hat sich auch auf normale PCs übertragen. Es stört heute niemanden mehr, wenn er mit der Maus vertikal scrollen muss, um sich alle Informationen einer Webseite anzeigen zu lassen. Im Extremfall führt das zu sogenannten One-Page oder Single-Page Lösungen, bei denen der Internetauftritt nur noch aus einer einzigen (langen) Seite besteht.

Mit den wachsenden Seiten entwickelte sich auch eine neue, schlichtere Designsprache. Während traditionelle statische Seiten oftmals sehr verspielt und unübersichtlich waren, folgen aktuelle Seiten einem sehr flachen und flächigen Design, das auf Spielereien wie Gifs, 3-D Objekte (z.B. „Glasbuttons“ mit Schattenwurf) und realistische Texturen verzichtet.

Auch werden heute Seiten wesentlich deutlicher segmentiert, d.h. einzelne Absätze und logische Bereiche werden in horizontale Segmente untergliedert. Für die optische Abgrenzung dieser Segmente nutzt man häufig sich unterscheidende Hintergründe. Dabei werden immer wieder großzügige weiße Flächen eingesetzt.

Die Tatsache, dass man nun die Freiheit hat, Webseiten nahezu beliebig groß zu gestalten, führte auch zu einer großzügigeren Aufteilung der einzelnen Inhalte innerhalb einer Seite und innerhalb der einzelnen Segmente. Klassische Seiten litten oft darunter, dass man zu wenig Platz für die Inhalte hatte, was in einem engen Nebeneinander von kleinen Schriften und winzigen Bildern resultierte. Das wiederum macht alte Seiten noch schwerer lesbar auf hochauflösenden, großformatigen aktuellen Bildschirmen.

Wie responsive Web-Design umgesetzt wird

Grob kann man vier Entwicklungsstufen des responsiven Designs unterscheiden.

Stufe 1

In den Anfängen wurden Weichen programmiert, die bei Aufruf einer Webseite prüften, ob es sich bei dem Betriebssystem um ein Mobile-Betriebssystem handelt. War das der Fall, wurde eine andere statische Seite aufgerufen, die für eine geringe Auflösung und langsame Datenübertragung optimiert war. Häufig hat man dann auch auf Grafiken verzichtet.

Ein Problem dieser Strategie sind doppelte und identische Inhalte auf unterschiedlichen Seiten, was Suchmaschinen gar nicht mögen und zu einer Abwertung im Ranking führt.

Stufe 2

Die zweite Stufe ist wohl die noch am häufigsten verwendete. Man kann dabei nicht wirklich von einem responsiven Design sprechen. Hier werden verschiedene „Break-Points“ gesetzt. Man arrangiert die Inhalte für jeweils unterschiedliche Auflösungsbereiche neu. Innerhalb dieser Bereiche bleiben die einzelnen Elemente aber statisch.

Es ändern sich weder die Textgrößen, der Textfluß noch der jeweils dafür vorgesehene Platz. So definiert man z.B. eine Webseite für eine Breite bis zu 320 Pixel, für die Breite 321 bis 960 Pixel, für 961 bis 1200 Pixel und über 1200 Pixel.

Stufe 3

Mit der dritten Stufe kann man bereits von einem echten responsive Design sprechen. Wie bei Stufe 2 werden auch hier Breakpoints definiert. Im Unterschied dazu verhalten sich die Elemente innerhalb der jeweiligen Bereiche aber flexibel und passen sich automatisch dem zur Verfügung stehendem Platz an. Ein Text hat keine festen Zeilenumbrüche, sondern fließt innerhalb seines vorgegebenen Raumes.

Zum Beispiel ändern sich die Höhe und die Breite von Grafiken analog des ihnen zur Verfügung stehenden Platzes. Gleiches passiert mit der Spaltenbreite für Textbereiche. Der Text selbst fließt frei in diesen Bereich, der Umbruch erfolgt automatisch. Wenn der Platz in der Breite abnimmt, wird er in der Höhe automatisch zur Verfügung gestellt. Alle nachfolgenden Elemente verschieben sich nach unten.

Die Break-Points haben die Aufgabe, grundsätzliche Formatierungen innerhalb dieser Bereiche zu regeln, z.B. die Spaltenanzahl und Textgröße.

Eine besondere Behandlung erfährt das Auswahlmenü innerhalb dieser Breakpoints. Wenn der Platz knapp wird, ändert sich das Erscheinungsbild komplett. Man möchte ja nicht, dass beim Aufruf über das Smart-Phone erst einmal nur Menüpunkte zu sehen sind.

Stufe 4

Bei der letzten Stufe handelt es sich um die anspruchsvollste Umsetzung und ist eine Erweiterung der Stufe 3. Mit der Änderung der Displygröße wird nicht nur das jeweilige Layout angepasst, sondern auch der Inhalt.

Mit zunehmend kleiner werdenden Display-Größen bauen sich Inhalte mehr und mehr untereinander als nebeneinander auf. Beim Smart-Phone angekommen würde sich die ehemals für einen PC optimal gestaltete Seite nur noch als langer Schlauch darstellen.

Gutes responsives Design zeichnet sich dadurch aus, dass man bei kleineren Anzeigen auf unwichtige Elemente und Details verzichtet (z.B. schmückende Grafiken) und Texte auf das Wesentliche verschlankt, gegebenenfalls neu formuliert. Das dient der Übersichtlichkeit und Lesbarkeit der Inhalte und ist die konsequente Ausrichtung auf kleiner werdene Displaygrößen. Man versucht für alle Situationen den richtigen Mix aus Layout, Gestaltung und Inhalt zu finden.

Dieser Weg ist sehr arbeitsaufwendig, denn genau genommen entwirft man für jeden Breakpoint-Bereich die Inhalte und das Layout der Seite neu. Dabei gibt es zwei Annäherungswege:

Entweder man entwickelt zunächst die komplette Seite für das größtmögliche Display (PC) und reduziert dann nach und nach die Inhalte, bis man beim Smart-Phone angekommen ist. Oder man beginnt bei seinen Überlegungen beim Smart-Phone und konzentriert sich auf die wichtigsten Inhalte, um diese dann mit zunehmenden Platz und Gestaltungsmöglichkeiten auszuschmücken.

Abschließend sei noch erwähnt, dass natürlich alle vier Stufen ein einheitliches Design über alle Displaygrößen verfolgen. Das betrifft z.B. die generelle Farbwelt der Seite, die Wahl der Schrifttypen und Schriftarten, die Wahl der Bildelemente sowie die generelle Bedienbarkeit.

Was ist der richtige Weg?

Grundsätzlich ist statisches Webdesign überholt. Es signalisiert dem Besucher eine nicht aktuelle Seite und zeugt von Desinteresse seitens des Webseitenbetreibers an den Kundenbedürfnissen. Auch die Suchmaschinen werten derartige Seiten mittlerweile im Ranking ab.

Die oben beschriebenen Stufen 1 und 2  entsprechen ebenfalls nicht dem Stand der aktuellen Technik und erfüllen kaum die positiven Surferwartungen des Webseitenbesuchers.

Die Stufe vier ist mit Sicherheit die professionellste Lösung, gleichzeitig aber auch die aufwendigste, was sich in den gebundenen Ressourcen und der Entwicklungszeit widerspiegeln wird. Gerade für Freiberufler, kleinere mittelständische – und Handwerksbetriebe dürfte die Entwicklung einer solchen Seite in den meisten Fällen zu zeit- und kostenintensiv sein.

In Stufe 3 findet man daher einen sehr guten Kompromiss. Diese Form dürfte dann auch über kurz oder lang zu der am weitest verbreiteten im responsiven Webdesign gehören. Ohne großen Aufwand lassen sich auch komplette Segmente für die Darstellung auf Smart-Phone ausblenden, so dass Design und Funktion sich auf kleinen Displays die Waage halten.

Wer heute noch eine statische Seite für sein Unternehmen betreibt, sollte kurzfristig einen Relaunch seiner Homepage in Betracht ziehen. Der steigenden Zahl der Zugriffe über Smart-Phones und Tablets sollte Rechnung getragen werden, um die Besucher nicht zu vergraulen und zu den Mitbewerbern zu treiben (die bekannter Maßen nur einen Maus-Klick entfernt sind).

Wer Wert auf eine gute Einstufung bei den Suchmaschinen wie Google legt, sollte eine Modernisierung ebenfalls schnellstmöglich in Erwägung ziehen. Vielleicht ist es sowieso ein guter Zeitpunkt, die Seite einmal zu erneuern. Wann haben Sie das letzte Mal die Inhalte kritisch überprüft? Entspricht Ihr Impressum überhaupt noch den rechtlichen Anforderungen?

Und ein gutes Argument zum Schluss: Welcher Kunde sieht sich schon gerne mehrere Jahre das gleiche Schaufenster an?

© by KRquadrat.com

InternetWebdesign

Wie viele  Dinge unterliegt das Webdesign Trends und folgt technischen Entwicklungen. Profis wissen: aktuelle Designs, Stilsicherheit und Modernität ziehen Besucher an und lassen sie länger auf den Seiten verweilen.

Was sind die derzeit angesagtesten Webdesign-Trends?

Seit einiger Zeit ist bei den Webdesign Trends das sogenannte Flat-Design aktuell. Flat-Design arbeitet mit klaren Farben und Strukturen. Typische Vertreter des Flat-Designs sind Windows-8 und Apple iOS 7. Sowohl Microsoft als auch Apple haben diese Designvariante bekannt gemacht. Das gerade erschienene Update des neuen Apple Betriebssystem OS X Yosemite geht nochmals einen Schritt in diese Richtung.

Flat-Design bedeutet Minimalismus, arbeiten mit reduzierten Oberflächen, ohne Schattierung, ohne Material-Imitaten oder imitierten Oberflächenstrukturen, 3D-Effekten, Hochglanz oder verspielte Flash-Effekte.

Dabei wird nach wie vor viel „Whitespace“ eingesetzte, oder einfarbige klar gegliederte Hintergründe. Also keine Angst vor weißen Flächen. Bereits begonnen hat der Trend das Flat-Design in seiner statischen Struktur durch andere Design-Formen aufzulockern.

Typisch für diese Entwicklung sind die geänderten Banner / Slider. Älterer Banner haben fertige Bilder auf die eine oder andere Weise in das Bild „sliden“ lassen. Moderne Banner hingegen arbeiten mit einzelnen Elementen innerhalb der Sequenzen: Auf teilweise verschwommene Hintergründe fahren freigestellte Grafikelemente und gestaltend erklärende Texte. Das erzeugt ein hohes Maß an Abwechslung und Aufmerksamkeit und ist gleichzeitig informativ.

Parallax-Scrolling

Weitere Stilelemente die diesem Trend folgen sind einzelne Passagen, deren grafischen Hintergründe sich beim Scrollen mit der Maus anders bewegen als der Rest der Seite (z.B. entgegen der Scroll Richtung, oder schneller bzw. langsamer). Diesen Effekt nennt man Parallax-Scrolling und es bietet ein besonderes Scroll-Erlebnis. Leider hat es den Nachteil, dass es oftmals bei mobilen Geräten sehr ruckelig läuft. Es ist zu wünschen, dass 2015 bessere Lösungen zur Verfügung stehen.

Ein weiterer Trend: One-Page-Design

Der Trend momentan geht ganz klar weg von kompliziert verschachtelten Seiten hin zum One-Page-Design. Inhalte werden untereinander dargestellt anstatt auf einzelnen Seiten. Scrollen statt klicken.

Die Seiten erreichen dadurch zum Teil beachtliche Längen, und man muss sich mehr denn je Gedanken zur Gliederung, zum Layout und Inhalt machen. Es ist wichtig diesen Seiten eine Struktur zu geben, damit sich der Kunde nicht verliert. Häufiges Stilmittel hierbei ist, den verschiedenen Kapiteln (Segmenten) der Seite unterschiedliche Farben zu geben.

One-Page-Lösungen kommen in ihrem Design und ihrer Bedienbarkeit der Nutzung auf Tablest und Smart-Phones sehr entgegen.

Beispiel einer responsiven One-Page-Lösung, die ausgeprägt mit farblichen Segmenten arbeitet.

Beispiel One-Page Lösung Homepage-oldenburg.de

Responsives Webdesign

Diese oben beschriebene Art des Designs ist ganz eng verbunden mit dem Design für mobile Geräte. Das Stichwort hier lautet „responsives Webdesign“. Das Design soll sich inhaltlich und Layout technisch an die unterschiedlichen Größen der Displays von den mobilen Geräten anpassen. Seit Anfang 2013 ein riesen Thema bei den Webdesignern.

Bei mobilen Geräten ist das Scrollen durch Streichen mit den Fingern sowieso die bessere Lösung als das Fingerdrücken auf bestimmte Bereiche (Bottons). Somit sollten auch die klassischen Menüs flexibel gestaltet werden.

Beispiel für respnsives Design

Fullscreen-Hintergründe oder Videos

Ebenfalls im Webdesign Trend liegen ganzformatige Bilder oder Videos im Startsegment, über die das Firmenlogo oder einigen Slogans gelegt werden. Manchmal werden diese ganzformatigen Bilder auch als Slider dargeboten. Die Idee ist damit eine erste Einstimmung auf das Thema zu erzeugen.

Dieses Stilelement wird besonders gerne bei One-Page-Lösungen als oberstes Element eingesetzt. Klickt man dann auf einen „weiter Button“, fahren von unten das Menü und der erste Kontext ins Bild.

Dieser Trend wird sich fortsetzen. Zu lösende Aufgaben sind zukünftig bei dieser Technik die enormen Datenmengen, die insbesondere bei mobilen Devices ins Gewicht fallen.

Beispiel einer Seite mit einer Video-Sequenz im Startsegment

Beispiel eines ganzseitige Startsegments mit einer Video-Sequenz: www.phg-internationl.com

Metro-Design

Das Metro-Design ist allen spätestens seit Einführung von Windows 8 bekannt. Metro-Design bedeutet, man hat ein Kachel-Design. Die einzelnen Kacheln bestehen aus Grafiken oder Fotos, die meistens einen kleinen Text zeigen, wenn man mit der Maus darüber fährt. Dieser Text eröffnet dann einen Link , der zu weiteren Inhalten führt.

Hardcopy aus Instagram.com

Bekannte Seiten im Kacheldesign sind Instagram und Pinterest.

Auch im Kleinen und nur für bestimmte Bereiche hat sich das Kacheldesign durchgesetzt, ohne dass man es als solches wahr nimmt. Viele Webseiten bieten eine Galerie im Kacheldesign. Über eine Menüzeile können unterschiedliche Themengebiete ausgewählt werden. Die Kacheln sortieren sich dann neu und schließen die nicht gewählten Inhalte aus.

Diese Technik ist sehr gut geeignet, wenn man z.B. Fotos, Projekte und Arbeiten vorstellen möchte:

Eine Variation als Portfolio-Darstellung

Beispiel: Eine Variation des Metro-Designs zur Darstellung des Portfolios auf KRquadrat.com

Individuelle Typographie

Früher wurde fast ausschließlich auf sogenannte websichere Schriftarten zurückgegriffen (wie. z.B. Arial). Der Hintergrund ist, dass diese Schriftarten auf nahezu allen Geräten installiert sind. So wird sichergestellt, statische Layouts einer Webseite überall identisch wiederzugegeben.

Diese Zeiten sind vorbei, seit über CSS beliebige Schriftsätze eingebunden werden können. Webdesigner setzen immer mehr auf aussagekräftige Fonts und individuelle Typographie. Somit sind Schriftarten heute maßgeblich für die Ästhetik einer Seite verantwortlich und nicht mehr nur rein funktional.

Der Trend wird sich fortsetzen, besondere Schriften als Gestaltungselement einzusetzen. Nachteilig sind die damit verbundenen längeren Ladezeiten der Seiten.

Microinteractions und Ghost-Buttons

Dieser Webdesign Trend folgt der Tendenz, Internetseiten mehr im Sinne eines aktiven Marketings einzusetzen. Der Besucher soll zu einer Handlung und Aktion bewegt werden. Grundsätzlich ist das eine gute Idee. Allerdings nötigen geradezu speziell diese Techniken den Besucher, aktiv zu werden. Es ist zweifelhaft, ob ein Besucher das noch als positiv empfindet, da sein positives Surf-Erlebnis durch diese Methode nachhaltig gestört wird.

Beispiel einer Microinteraktion ist z.B. ein Fenster, das sich als erstes bei Aufruf der Seite automatisch öffnet und den Besucher auffordert, sich für eine Aktion oder den Newsletter einzutragen oder sich an einer Umfrage zu beteiligen. Der Besucher gelangt erst dann auf die eigentlichen Inhalte der Seite, wenn er dieses Fenster schließt oder das Formular ausfüllt.

Der Ghost Button ist ein Button, der über einen Hintergrund gestellt wird und durchsichtig ist. Fährt man mit der Maus über diesen Bereich, ändert sich der Mauszeiger in einen Aktionszeiger (z.B. vom Pfeil zur Hand) und signalisiert dem Anwender, dass man hier klicken kann (soll). Tut er es, wird eine Aktion ausgeführt, z.B. ein Umfragefenster geöffnet.

Auch diese Technik ist fragwürdig, weil der Besucher nicht weiß und sehen kann, was bei dem Klick passiert und ob es sich für ihn um eine interessante Aktion handelt. Auf jeden Fall wird sein Erkunden der Seite zu Werbezwecken unterbrochen.

Diese Trends, die aus den englisch sprachigen Ländern kommen, werden wohl zukünftig auch bei uns verstärk eingesetzt werden.

Zusammenfassung

Als wirklich innovativen Trend gab und gibt es aus Sicht der Webdesigner wohl nur das Thema responsives Webdesign. Auf diesem Gebiet sind noch einige technische Herausforderungen zu lösen.

Viele Seiten bezeichnen sich mittlerweile als responsive, aber wirklich konsequent umgesetzt sind sie in den meisten Fällen nicht. Wohl werden die Menüs bei Internet fähigen mobilen Geräten wie Smartphones umstrukturiert und der Inhalt entsprechend umgebrochen und angepasst. Aber eine Anzeigengröße abhängige komplette Umgestaltung und Anpassung des Layouts, der Inhalte sowie Bilder setzen die wenigsten Webdesigner konsequent um. Denn das würde auch beinhalten, dass je nach Größe und Möglichkeiten der Ausgabegeräte unterschiedliche Texte, Formatierungen und unterschiedlich optimiertes Bildermaterial zum Tragen kommen.

Das mag zum einen an der Komplexität des Themas liegen, das diejenigen Webdesigner überfordern dürfte, die ihre Kundenseiten bis dato mithilfe von Web-Buildern zusammen gestellt haben, ohne jemals eine einzige Zeile Programmcode geschrieben zu haben.

Zum anderen ist leider kaum ein Kunde bereit die nötigte Arbeitszeit zu honorieren, die ein komplett durchgestaltetes Konzept erfordern würde.

Welche Webdesign-Trends wird es also 2015 geben? Die aktuellen Trends werden wohl auch 2015 fortgesetzt. Spektakuläres Neues ist nicht zu erwarten. Ich gehe allerdings davon aus, dass immer mehr Unternehmen ihre alten Seiten aktualisieren und auf den neuesten Stand bringen werden.

Social Media

Ein weiteres großes Thema ist die Einbindung des Themas Social Media und die Sensibilisierung der Auftraggeber darauf. Auf diesem Gebiet trennt sich  zunehmend die Streu vom Weizen unter den Webdesignern. Der „Neffe“ und „Kumpel“ als Webdesigner sind genauso überholt wie statische Webseiten.

Social Media muss in Webseiten integriert werden und umgekehrt. Wer als Unternehmen erfolgreich am Markt agieren will, kommt um einen eigenen Blog zukünftig kaum herum. Auch dieser ist in Webseiten und Social Media zu integrieren. Gleichzeitig muss regelmäßig, aktuell und qualitativ hochwertig auf allen Kanälen kommuniziert werden. Das Ganze ist dann noch mit den klassischen Marketinginstrumenten zu kombinieren. Die Aufgaben eines guten Webdesigners setzen also mehr und mehr auch gute Marketingkenntnisse voraus, weil eine Internetseite einfach nicht mehr isoliert betrachtet und isoliert erfolgreich betrieben werden kann.

Schuld an diesem Dilemma sind die Suchmaschinen, vorneweg Google. Diese diktieren den Nutzern und Designern auf, wie Webseiten umzusetzen sind. Es steht natürlich jedem frei, sich nicht daran zu halten. Aber wer die Vorgaben mißachten wird von Google ignoriert. Die Zeiten, wo noch eine einfache Unternehmens-Visitenkarte im Netzt funktionierte, sind passé. Und so bin ich überzeugt davon, dass Google auch zukünftig ein entschiedenes Wort mitsprechen wird, wie Internetseiten technisch und gestalterisch umzusetzen sind.

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